Die Angst vor dem Echt-Sein – warmes goldenes Licht bricht durch zarte Schleier, Bildimpuls von Andrea Schmucker

Echt und authentisch sein bedeutet, dich so zu zeigen, wie du wirklich bist – ohne Rolle, ohne Fassade und ohne das Bild, das andere von dir erwarten. Immer wieder hören wir davon, wie wichtig es ist, echt und authentisch zu sein. Aber, was bedeutet dies überhaupt? Und wofür soll es uns hilfreich sein?

Warum fällt es uns so schwer, authentisch zu sein?

Weil wir über Jahrzehnte gelernt haben, in Rollen zu funktionieren – in der Familie, im Beruf, in der Partnerschaft und in der Aufgabe als Mutter oder Vater.

Über viele Jahre und Jahrzehnte haben wir uns bestimmte Muster und Verhaltensweisen antrainiert, damit wir in unserem Leben gut zurechtkommen. Wir haben gelernt, wie wir in der Familie sein sollten, um Frieden und Harmonie leben zu können. Wir haben im Berufsleben die Rolle eingenommen, in der man uns sehen möchte. In der Partnerschaft sind wir sehr feinfühlig und erfinderisch geworden, wann es sich am besten wie auch immer zu verhalten gilt, damit wir erreichen, was wir uns gerade so vorstellen. In der Rolle von Mutter oder Vater holen wir uns über Bücher, Ratschläge von Anderen oder über die sozialen Netzwerke Tipps, wie man heutzutage mit seinem Kind umzugehen hat. Und dann sollte ja auch noch der Ausgleich zwischen Arbeit und Leben vorhanden sein. Also forschen wir nach, was macht „Mann“ oder „Frau“, um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.

Was der Begriff Authentizität aus spiritueller Sicht bedeutet, habe ich dir in meinem spirituellen Lexikon in Ruhe erklärt.

Welche Prägungen bringst du schon mit?

Neben den antrainierten Rollen wirken zwei weitere Schichten in dir: karmische Prägungen aus vergangenen Leben und das Erbgut aus deinem Familiensystem.

Nicht zu vergessen sind die Prägungen aus den vergangenen Leben. Karmische Erfahrungen bestimmen auf meist unbewusste Art und Weise unser heutiges Verhalten mit. Diese alten energetischen Informationen steuern sozusagen uns im Stillen, auch was unsere Glaubenssätze und Überzeugungen betrifft.

Und dann haben wir ja noch das Erbgut. All die schönen, oder weniger schönen Prägungen aus dem Familiensystem. Wir kommen also schon in diese Inkarnation mit Gepäck, das wir uns im Grunde gar nicht bewusst selbst eingepackt haben.

Lohnt es sich überhaupt, authentisch sein zu wollen?

Ja – auch wenn dieser Weg am Anfang wirklich Mut verlangt. Er führt dich zurück zu dir selbst, und dort wartet mehr Freiheit, als du dir jetzt vorstellen kannst.

Und nun dürfen wir uns mit all diesen Voraussetzungen der Aufgabe widmen, immer mehr echt und authentisch zu sein. Macht dies wirklich Sinn? Uns durch all diese Rollen und Fassaden, durch all das Erbgut und die Gesellschaftserwartungen durchzuwühlen?

Wer bin ich, wenn ich alle Rollen ablege?

Genau diese Frage taucht als Erstes auf, wenn wir beginnen, unsere Fassaden abzulegen – und sie darf sich zeigen, bevor eine Antwort kommt.

Abgesehen davon, dass diese Entscheidung schon mal wirklich Mut von uns benötigt, stehen wir unter Umständen erst einmal vor dem Problem: Wer bin ich denn eigentlich, wenn ich all dies von mir ablege? Wenn ich auf einmal „Nein“ sage, anstatt „Ja“, wenn es mir zu viel wird? Oder: Kann ich es überhaupt fühlen, wann es mir zu viel wird? Wie soll ich denn dann mit meinen Mitmenschen umgehen? Wie erkenne ich, was mein eigener Weg ist? Wie fühlt es sich denn an, sich selbst zu leben? Wie komme ich denn zu neuen Überzeugungen? Und wie kommuniziere ich dies? Wie werde ich die alten Ängste los? Denn es soll ja nicht das Ziel sein, allein und zurückgelassen zu bleiben?

Fragen über Fragen, die erst einmal das Vorhaben „echt und authentisch“ zu sein verwerfen wollen. Verständlich. Denn in vielen wird dies ein Gefühl der Überforderung und Ratlosigkeit hervorrufen.

Woran erkennst du den leisen Ruf deiner Seele?

An einer zarten inneren Stimme, die niemals laut wird, dir nichts überstülpt und dich sanft in deine eigene Richtung zieht.

Und doch ist da der leise Ruf der Seele. Eine zarte innere Stimme die uns zuflüstert: „Steig aus. Komm zur Ruhe. Höre auf dein Herz. Sei bereit, dich zu verändern, damit dein Leben sich verändert. Folge den Zeichen. Ich führe dich auf deinem Weg.“

Wie fühlt sich der Weg zum authentischen SEIN an?

Am Anfang unsicher und wackelig – und mit jedem Schritt klarer, stabiler und erfüllender.

Meine persönliche Erfahrung auf dieser Reise zum authentischen SEIN lässt sich so zusammenfassen: Der Weg ist es wert! Am Anfang vielleicht etwas verwirrend, ein bisschen unsicher und wackelig. Aber der Weg wird immer klarer, stabiler und erfüllender. Je freier wir werden, umso deutlicher zeigt sich unsere innere Wahrheit. Je freier wir werden, umso mehr Liebe und Fülle fließt in unser Leben.

Was darfst du dir davon mitnehmen?

Dass deine Seele den Weg längst kennt – du darfst ihr nur vertrauen und ihr folgen.

Dankbar für diesen Weg hin zu mir selbst möchte ich diesen Impuls an alle weitergeben: Deine Seele kennt den Weg. Vertraue ihr und folge ihr. Auf deinem Weg zum authentischen SEIN.

Wenn du wissen möchtest, wer du unter all den Rollen eigentlich bist, zeigt dir eine Akasha Chronik Lesung die Themen, Gaben und Prägungen, die deine Seele für dieses Leben mitgebracht hat. Sitzen alte Glaubenssätze so fest, dass du sie allein nicht lösen kannst, nehmen wir sie in einer Bewusstseinsbereinigung gemeinsam auseinander. Und wenn dein Herz erst wieder zur Ruhe kommen darf, um die leise Stimme deiner Seele überhaupt hören zu können, öffnet dir eine energetische Herzheilung genau diesen Raum.

Von Herzen,
Andrea

Häufige Fragen zum authentisch sein

Was bedeutet es, authentisch zu sein?

Authentisch zu sein bedeutet, dich so zu zeigen und zu leben, wie du wirklich bist – ohne Rolle, ohne Fassade und ohne dich an Erwartungen anzupassen. Du entscheidest aus deinem eigenen Fühlen heraus und nicht aus dem, was andere von dir sehen möchten.

Warum macht es Angst, echt zu sein?

Weil wir zunächst nicht wissen, wer wir ohne unsere Rollen überhaupt sind. Dazu kommt die Sorge, allein und zurückgelassen zu bleiben, wenn wir uns anders zeigen als bisher. Beides ist verständlich – und beides darf da sein, bevor der erste Schritt kommt.

Wie erkenne ich, was mein eigener Weg ist?

An deinem Gefühl. Dein eigener Weg fühlt sich weit, ruhig und stimmig an, auch wenn er unbequem ist. Was du dagegen aus Pflicht, Angst oder Anpassung tust, macht dich eng und müde. Deine Seele spricht dabei immer leise – am besten hörst du sie in der Stille.

Verliere ich Menschen, wenn ich anfange, authentisch zu sein?

Manche Beziehungen verändern sich, das gehört dazu. Wer dich nur in deiner alten Rolle kannte, braucht Zeit. Gleichzeitig entsteht echte Nähe erst dort, wo du dich zeigst, wie du bist – und es kommen Menschen dazu, die genau dich meinen.

Wie fange ich an, authentisch zu sein?

Mit kleinen Schritten im Alltag. Sag einmal „Nein“, wo du sonst „Ja“ gesagt hättest. Nimm dir täglich ein paar Minuten Stille, um zu spüren, was dir gerade zu viel ist. Und beobachte, welche deiner Überzeugungen wirklich deine eigenen sind.

Andrea Schmucker
Geschrieben von Andrea SchmuckerAkasha Chronik Lehrerin und Bewusstseinsheilerin