Immer wieder stelle ich fest, dass nach wie vor viele Menschen den Hauptfokus auf das gerichtet haben, was im Leben nicht so gut läuft. Auf die Probleme, die Beschwerden, die Dinge, die man nicht hinbekommt, die nicht rund laufen.
Wir sind selbst unser größter Kritiker. Ungeduldig und unzufrieden, weil wir immer noch nicht geduldig sein können, weil es immer noch an Vertrauen mangelt, weil unser Selbstwert noch nicht der ist, der er sein sollte. Wir stellen fest, dass es immer noch jemanden gibt, dem wir vergeben sollten, dass uns immer noch Wut oder Neid begleitet, dass wir nach wie vor die Wertschätzung von anderen brauchen, nur um uns selbst ein gutes Gefühl geben zu können.
Es ist für uns von großer Wichtigkeit, dass uns jemand sagt, dass er uns liebt, denn uns selbst zu lieben, wer kann das schon so einfach? Und da sind wir schon beim nächsten Makel: Selbstliebe, ja wenn das so leicht wäre?

Und natürlich fehlt uns für dies oder das die nötige Disziplin! Und schon sind wir wieder dabei, uns vor uns selbst zu rechtfertigen, denn sonst hätten wir ja ständig ein schlechtes Gewissen, das wir mit uns selbst ausmachen müssen! Und wenn wir uns dann auch noch mit anderen vergleichen: Tja, dann schneiden wir natürlich sehr häufig alles andere als gut ab.

Aber – warum machen wir uns selbst immer wieder so klein? Warum sehen wir so oft in uns nur die Dinge, die wir selbst – und oft auch wirklich nur wir selbst – als negativ, als schlecht beurteilen? Warum sind wir so sehr in der Bewertung, in der Ablehnung von unseren eigenen Anteilen?

Ich für meinen Teil habe mich entschieden, endlich alle Urteile gehen zu lassen. Endlich frei zu sein von alten Mustern, von der Erziehung, von der Gesellschaftsmeinung und der sogenannten Norm. Alles hinter mir zu lassen, was mich einschränkt oder in „gut“ oder „schlecht“ eingeteilt ist. Ich habe mich entschieden „ICH SELBST“ zu sein. Mit all dem, was zu mir gehört. Auch mit den Anteilen, die ich vielleicht zu gegebener Zeit noch verändern möchte oder werde. Aber jetzt bin ich  wie ich bin. Und das fühlt sich gut an, frei und leicht. Wenn erst einmal der innere Kampf aufhört und einfach alles sein darf, dann zeigen sich auf einmal so viele neue Möglichkeiten und Wege voller Freude und Leichtigkeit.

Und deshalb möchte ich jedem Mut machen, endlich alle einschränkenden Mauern fallen zu lassen, endlich das wahre Selbst raus zu lassen und ohne Wertung einfach zu sein, wie man ist.

Ich wünsche euch Mut zur Freiheit.
Von Herzen alles Liebe,

Andrea